Heute findet in Bern die 11. SFIB-Tagung zu “zocken, gamen, lernen” statt. Am Morgen gab es vier Keynotes, welche unterhaltsam waren, auch wenn nicht wirklich grundlegend Neues gesagt wurde.
Am Nachmittag fand Hampis Workshop zu SecondLife statt und ich habe mich in der Scratch-Programmierung geübt.
Danach war ich in einer Präsentation von Congin und Microsoft Schweiz zu The Climate Mystery, einem “dramatic online learning universe”, welches am 14.09.2009 weltweit startet und seinen Höhepunkt zusammen mit dem Weltklimagipfel in Kopenhagen erreicht.
Das Ganze hört sich sehr spannend an, da es ein Vermischen von Virtualität und Realität geben wird (wer In memoriam gespielt hat, weiss was ich meine, das Ganze wird aber weitaus realistischer, da man hier noch in einer online Community eingebunden ist). Das Spiel handelt vom Klimawandel und ist auf Englisch (da weltweit mitgespielt wird) und für 12-16-jährige Schülerinnen und Schüler geeignet. Am 14.9.2009 beginnt das Game, auch wenn man jederzeit einsteigen (und auch wieder aussteigen) kann.
Für Lehrpersonen gibt es etliche begleitende Materialien zu finden. Diese Begleitmaterialien bestehen aus: Einstiegsdokument, Leitfaden für Lehrpersonen, Benutzerhandbuch, Lernzielkontrollen und Aufgaben und einem EpisodenGuide resp. Episoden Lehrplan. Letzteren erhält man erst nach Anmeldung, da darin natürlich ein Teil der Story verraten wird. Einen Kontakt zu Frau Balocco von Microsoft vermittle ich gerne, da sie auch Telefon- resp. Videokonferenzen zur Begleitung von Lehrpersonen zu Beginn des Spieles organisiert.
Jede Woche Montag um 9 Uhr erscheint ein neuer Videoclip, welcher die Mitspielenden vor ein Problem stellt, das innert Wochenfrist gelöst werden sollte.
Uns wurde ebenfalls ein Vorgängerprojekt zum Klimaspiel von Congin, der dänischen Entwicklungsfirma, vorgestellt. Es ist wirklich mehr als erstaunlich wie kreativ 13-jährige Jungs beim Verfassen eines fiktiven Liebesgedichts zum Thema Liebe und Energie (das Vorgänger-Game handelte von Energie) sein können. Dieser Vorgänger kam auch gänzlich ohne Instruktion zum Thema Energie oder Kraftwerke aus, die Spielenden mussten sich das ganze Wissen (wie in games halt üblich) selbst erarbeiten. Auch zu diesem Spiel gab es ausführliche begleitende Materialien für Lehrpersonen. Und auch dieses Spiel hatte einen realen Anlass als Auslöser (Forschungsexpedition eines Schiffes namens Galathea).
Ich bin sehr gespannt auf dieses online-Spiel und finde es eine interessante Art um Klima-”awareness” bei Schülerinnen und Schülern zu wecken.